Hinten von links: Jan Müller; Kevin Musch; Philipp Rollinger; Lisa Kretschmer (Trainerin); Lilli Wittmann
Vorne von links: Fabian Kokor; Leni Wittmann; Jannik Spengler

 

Am Wochenende fand an zwei Tagen der 27. Rothenburg-Pokal 2014 zum Kampf um den Meistertrunkhumpen im Judo statt. Ganze Bezirkskader, bayerische Kaderathleten, ausländische Gäste aus Luxemburg und Frankreich und viele Traditionsvereine aus ganz Süddeutschland trafen sich beim gut organisierten Turnier in Rothenburg. Auch die Obernzenner Judokas nutzten die Chance sich kämpferisch zu beweisen.

Bei den Jüngsten in der Altersklasse U10 startete das Talent Jannik Spengler und bewies wiederholt, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Gegen einen Iphöfer bestand er den Kampf mit einem Schönen O-Soto-Gari (Große Außensichel). Gegen einen starken Kämpfer aus dem Oberpfalzkader zog er jedoch den Kürzeren, bevor er dessen Teamkollegen durch perfekte Würfe und Haltegriffe vorzeitig besiegte und sich über Silber freuen konnte. Leni Wittmann im Super-Leichtgewicht der U12 stellte sich zum ersten Mal einem Wettkampf. Entsprechend nervös agierte sie und musste den Kampf abgeben. Dann fand sie immer besser in das Turnier und konnte ein hart umkämpftes Unentschieden erreichen, bevor sie mit viel Selbstvertrauen einen schönen Wurf zum Sieg verwandeln konnte, wofür Sie ebenfalls mit Silber belohnt wurde. Ihre Zwillingsschwester Lilli musste sich in ihrem Debüt eine Gruppe höher beweisen. Gegen eine höher graduierte Altenfurterin, der späteren Siegerin, konnte sie ein Unentschieden verteidigen. Auch im zweiten Kampf setzte sie die Verteidigungs- und Angriffsstrategien der Trainer Wolfgang Kretschmer und Michael Fluhrer um und sicherte sich noch ein Unentschieden. Dann kam endlich der ersehnte und verdiente Sieg durch Wurf und anschließendem Haltegriff bevor sie wieder ein Unentschieden gegen eine starke Lauferin und somit die Bronzemedaille erkämpfte. Philipp Rollinger hatte es nach seiner Verletzungspause gleich mit einer starken Gruppe zu tun. Viele Wurfansätze wurden leider nicht gewertet und so kam es zweimal zu einem Unentschieden, ein Kampf musste knapp abgeben werden bevor Rollinger sich nach einem Sieg den 3. Platz sicherte. Auch Fabian Kokor konnte sich stark präsentieren. Zweimal setzte er alle Tipps der Trainer am Mattenrand um und siegte mit verschiedenen Techniken. Leider waren zwei Ältere und höher graduierte Gegner aus Vereinen mit hauptamtlichen Trainern zu stark und sein Mut und seine Angriffe langten nicht für einen weiteren Sieg. Somit blieb dennoch ein erfolgreicher 3. Platz der Lohn der Leistung für den Obernzenner Athleten.

Am Sonntag kamen zwei Kämpfer in der U15 und Kevin Musch bei den Männern zum Einsatz. Jan Müller und Maximilian Beck erwischten beide leider harte Lose, dem sich beide mutig stellten und viel Wettkampferfahrung gegen langjährige und erfahrene Judokas sammeln konnten. Die Überraschung aus Obernzenner Sicht lieferte sicherlich Kevin Musch bei den stark auftretenden Herren -73 kg. Seinen ersten Kampf gegen einen Braun-Gurt-Träger aus Erlangen konnte er mit einem fulminanten Ippon gewinnen, bevor er im Halbfinale gegen einen Erlanger Bundesliga-Kämpfer den Kürzeren zog. Der Kampf um Platz drei war hart umkämpft und hier zeigte der erst seit einem Jahr trainierende Judoka, was er alles dazugelernt hatte. Gut eingestellt von den Trainern Wolfgang Kretschmer und Thomas Kreuzer konnte er den gefährlichen Angriffen des Dan-Trägers aus Aalen geschickt ausweichen und nutzte seine Chancen zu Gegenangriffen, sodass beide Kämpfer Wertungen erzielten. Die schnellen Aktionen mussten durch Videoaufzeichnungen von den Kampfrichten ausgewertet werden, bevor feststand, dass der Obernzenner Kämpfer sich die Medaille gesichert hat.

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