Alle Ereignisse des Jahres 2019

Medaillen beim Judo-Gedenkturnier für Obernzenner

Erstmals fand das Toni-Kraus-Gedenkturnier zu Ehren des verstorbenen Ehrenmitglieds des TSV Altenfurt in Nürnberg statt. In den Altersklassen U11 und U14 fanden sich nach den Ferien hierzu über 200 Judo-Kämpfer aus Bayern, den angrenzenden Bundesländern und aus dem Ausland in der Vereinshalle ein. Wolfgang Kretschmer vom TSV Obernzenn schickte sechs Teilnehmer an den Start, auch um den Stand der sportlichen Leistung nach den Ferien abzuschätzen.

In der U11 starteten gleich drei Neulinge. Maria und Eric Kinzler bewiesen bei ihrem ersten Wettkampf Mut und Angriffslust in ihren zahlreichen Begegnungen und konnten beide einen respektablen dritten Platz und eine Medaille mit nach Hause nehmen. Ebenso Nami Arens, die erst das zweite Mal auf der Matte stand und sich gegen starke Konkurrenz aus dem Münchner Traditionsverein Großhadern und Oberfranken durchsetzen musste. Auch Sie durfte sich über Bronze freuen.

Leon Geißelbrecht, ebenfalls in der U11 startend, konnte sich ein Routinier in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 35kg eine Silbermedaille sichern, nachdem er nur dem Altenfurter Lokalmathador den Vortritt lassen musste.

Die Altersklasse U14 hatte es bei diesem Turnier in sich, da etliche Vereine mit ihren besten Leuten und Kaderathleten anreisten, die keine Schwäche und Unaufmerksamkeit ungestraft ließen. Feras Al Habbal als Jüngster der Altersklasse konnte zwar einmal Siegen, musste sich jedoch mit einer Verletzung eingeschränkt den starken Nürnberger beugen und somit Bronze einheimsen. Unglücklich lief es diesmal für Finn Wiesinger, der nach einem anstrengenden Bayern-Lehrgang am Vortag motiviert angetreten war. Allerdings rutschte er nach der Trainingsfreien Sommerpause in die nächste Gewichtsklasse nach oben und sah sich ausschließlich größeren und schweren Athleten aus Großhadern, Landshut und dem Ausland, Bosnien-Herzegowina, gegenüber. Hier verpasste er die Medaille und musste sich mit dem undankbaren fünften Platz zufriedengeben.

Beim Höhepunkt der Bayerischen Judo-Jugend trafen sich die Mannschaften der Bezirke im schwäbischen Memmingen. Die Mittelfränkischen Jungs wollten den Titel und Rene-de-Smet-Pokal verteidigen und reisten mit einer starken und motivierten Mannschaft in der Altersklasse U15, U18 und U21 an. Erstmals dabei war U15-Neuling Finn Wiesinger vom TSV Obernzenn, der sich durch seine Erfolge bei den Meisterschaften und Sichtungsturnieren für dieses Event empfahl.

Nach dem Einlauf der Mannschaften und der bayerischen Hymne wurde die Halle zum Hexenkessel. Mit Trommeln und Anfeuerungsgesang wurden die Kämpfe der 20 Mann starken Mannschaft unterstützt. Mittelfranken musste sich im Pool gegen München und Unterfranken messen und zeigte bereits hier eindrucksvolles Judo mit schnellen Ippons. Auch Wiesinger steuerte mit einem vorzeitigen Sieg für das deutliche Punkteverhältnis seinen Beitrag bei. Als Poolsieger ging es im Halbfinale gegen den Ausrichter-Bezirk und Zweitplatzierten des anderen Pools Schwaben, die sich gegen die Oberpfalz und Niederbayern durchgesetzt hatten. Aber der Heimvorteil nutzte nichts und die Mittelfranken zogen nach einem 13:7 verdient ins Finale ein. Gegner waren wie im Vorjahr die oberbayerische Mannschaft, die in einem streckenweise engen Halbfinale die Münchner hinter sich ließen. In einem sowohl akustischen wie emotionalen Finale wurde die Halle zum Kochen gebracht und das lag nicht nur an der sommerlichen Hitze, sondern vor allem an den grandiosen Judo-Kämpfen in der alle Athleten ihr bestes für die Mannschaft auf und neben der Matte gaben. Souverän ging es in Führung mit den U15-Kämpfen, die die U18 weiter ausbaute, bevor die U21 den Schlußpunkt mit 15:5 für Mittelfranken besiegelte.

So hieß der diesjährige Gewinner des Rene-de-Smet-Pokals Mittelfranken und feierte dies mit allen Teilnehmern und mitgereisten Fans.

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